Geschichte des Industriestandortes Fürstenwalde: Gaselan

Julius Pintsch gründete 1872 eine Zweigniederlassung in Fürstenwalde/Spree. Diese wurde schnell zur Hauptfertigungsstätte für Gastechnische Anlagen und Geräte, so unter Anderem: Gasdruckregler, Kühler, Teer-Ausscheider, Wäscher, Apparate zur Untersuchung von Gasen, Gasmesser, Gas- und Ammoniakanlagen, Seefunkfeuer. In den Jahren des 1. und des 2. Weltkrieges wurden im Fürstenwalder Werk der Pintsch AG auch Teile für Torpedos produziert. Dieses führte schließlich nach dem Ende des 2. Weltkrieges zur Demontage der Werksanlagen.

1945 bis 1990
Durch Enteignung und Wiederaufbau entstand auf dem Gelände des ehemaligen Pintsch-Unternehmens das Industriewerk Fürstenwalde/Spree, das 1951 in VEB GASELAN Fürstenwalde, später in VEB Chemie- und Tankanlagenbau Fürstenwalde umbenannt wurde. Der Betrieb knüpfte an das vorherige Produktionsspektrum der Julius Pintsch AG an. Im Fertigungsprogramm des VEB Chemie- und Tankanlagenbau waren Anlagen und Einzelerzeugnisse für die Petrochemie vom Ölfeld bis zur Endverarbeitung, sowie für die Gasindustrie zur Gasverteilung und Gasversorgung. Hierzu gehörten insbesondere: oberirdische Feldausrüstungen für Erdgas, Erdölbegleitgas und Untergrundspeichergas, Methanolinjektionsanlagen zur Gastrocknung, Gas-Druckregelgeräte, Gas-Sicherheitsarmaturen, Gas-Messgeräte, Gas-Filter, komplette Anlagen zur Gas-Druckregelung, Gas-Filterung und Gas-Messung.

1990 bis 2013
Am 01.10.1990 übernahm die RMG Gruppe den Teil aus dem VEB Chemie- und Tankanlagenbau, welcher sich mit der Gasverteilung befasste. Zu den Produkten der RMG Gaselan gehören heute u.a. Gas-Druckregelgeräte, Gas-Filter, Gas-Sicherheitsarmaturen und Drehkolbenzähler sowie die Herstellung von Gas-Druckregel- und -Messanlagen, von der kleinsten regionalen Versorgungsstation bis zur schlüsselfertigen Übernahmestation , welche komplett mit Vorwärmung, Odorierung, elektronischen Systemen und Fernwirktechnik ausgestattet sind. Der größte Teil der Komponenten kommt aus der RMG Group.